Fakultät IV - QM

Aus QM-Handbuch
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Qualitätsmanagement in Studium und Lehre

Um ihrer Diversität gerecht zu werden, hat sich die Fakultät IV entschieden, ein stark dezentrales, anlassbezogenes System der Qualitätssicherung aufzubauen. Dieses System ist integraler Bestandteil des universitätsweiten Qualitätsmanagementsystems (QMS). Die Fakultät IV ist eine Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät der Universität Siegen, die aus acht Teildisziplinen besteht: Biologie, Bauingenieurwesen, Chemie, Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Mathematik und Physik.

1.1 Struktur in der Fakultät

Verantwortlich für das gesamte QMS innerhalb der Fakultät ist der/die Dekan/in. In Struktur-, Systemfragen, Controlling und Umsetzung von QM-Maßnahmen wird er/sie dabei von dem/der Prodekan/in Qualität unterstützt. Ergänzend ist im Bereich Lehre der/die Prodekan/in Lehre und im Bereich Forschung der/die Prodekan/in Forschung mit eingebunden. Die QM-Kommission der Fakultät unterstützt und berät den/die Prodekan/in für Qualität bei der Erfüllung seiner/ihrer Aufgaben und setzt sich für die Qualitätsverbesserung in Studium und Lehre ein. Die Mitglieder der QM-Kommission werden vom Fakultätsrat gewählt. Ihre Aufgaben sind zentraler Art und daher solche, die nicht auf Ebene der Departments bearbeitbar sind. Dies beinhaltet insbesondere die Studien- und Prüfungsorganisation in Zusammenarbeit mit anderen Fakultäten und zentralen Einrichtungen und die Kontrolle der Überschneidungsfreiheit von Modulen und Prüfungen. Außerdem erarbeitet sie Lösungsvorschläge für Probleme, die nicht in den Qualitätszirkeln der Departments lösbar sind und gibt diese an das Prodekanat für Qualität weiter. Darüber hinaus erarbeitet die QM-Kommission Vorschläge für die Instrumente zum Qualitätsmanagement, wie z. B. Studierenden- und Absolventenbefragungen.

Abgrenzend dazu kümmert sich der Studienbeirat der Fakultät um Angelegenheiten der Lehre und des Studiums. Mitglieder des Studienbeirates sind sowohl der/die Studiendekan/in als auch der/die Prodekan/in für Qualität. Die übrigen Mitglieder werden vom Fakultätsrat gewählt. In das Aufgabengebiet des Studienbeirats fallen insbesondere Angelegenheiten der Studienreform und der Erlass oder die Änderung von Prüfungsordnungen.

Die QM-Zirkel sind auf der Ebene der Departments verankert. Probleme und Defizite, die in den Studiengängen der aufgelisteten Fachdisziplinen (mit Ausnahme der Biologie als reine Lehramtsausbildung entspricht dies den Departments) auftreten, werden im jeweiligen Qualitätszirkel diskutiert und gelöst. Der QM-Zirkel tagt entweder anlassbezogen oder in regelmäßigen Abständen, was in den Departments festgelegt wird.

Der/die QM-Koordinator/in ist der/die zentrale Ansprechpartner/in für QM-Fragen und operative Schnittstelle zwischen Dekanat/Fakultät, Fächern/Studiengängen und dem QZS. Zu ihren Aufgaben gehören z. B. Vorschläge zur Weiterentwicklung und Optimierung des QMS der Fakultäten, Unterstützung und Beratung des Dekanats bei der Entwicklung und Umsetzung der strategischen Qualitätsziele der Fakultät, Koordination, sowie Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Jahresgespräche in den einzelnen Fächern/Studiengängen, Identifikation „kritischer Ereignisse“, wie z. B. Handlungsbedarfe oder Problemlagen, Erstellung von Berichten und Dokumenten im Rahmen des QMS usw.

Eine Übersicht der Struktur des QMS der Fakultät IV ist in Abbildung 1 dargestellt.

1.2 Maßnahmen zur Erfassung der Qualität in Studium und Lehre

Das QMS der Fakultät IV beinhaltet zwei Wege zur standardisierten und regelmäßigen Erfassung und Überprüfung der Qualität in Studium und Lehre:

1.2.1 Lehrveranstaltungsevaluationen und Teaching Analysis Poll (TAP)

Die Lehrveranstaltungsevaluationen von ausgewählten Veranstaltungen werden semesterweise anhand von (z. T. auch individualisierten) Fragebögen, die im automatisierten System EVASYS analysiert werden, durchgeführt. Die Auswahl der Veranstaltungen trifft der/die Departmentsprecher/in und bei Bedarf der/die Studiendekan/in. Dabei werden Veranstaltungen der aktiven Dozierenden aus dem Bachelor- und Masterbereich ausgewählt. Die Fragebögen erhalten die Dozierenden in der Mitte der Vorlesungszeit des Semesters, damit sie den Zeitpunkt der Befragung entsprechend den Erfordernissen der Lehre auswählen können und ausreichend Zeit haben, die Ergebnisse mit den Studierenden zu besprechen und auf Anregungen und Kritik zu reagieren.

Wenn den Dozierenden diese schriftliche Befragung nicht ausreichend erscheint, haben sie die Möglichkeit, eine qualitative Befragung (TAP) über das Qualitätszentrum Siegen zu beauftragen. Die TAP beinhaltet eine 20-minütige Befragung der Modulteilnehmer durch eine Mitar-beiterin / einen Mitarbeiter des QZS und geschieht in Abwesenheit des Dozierenden.


  1. Die Lehrveranstaltungen entsprechen in Inhalt, Anforderungen, Form, Umfang und Reihenfolge dem für das Fach üblichen Standard.
  2. Jeder angebotene Studiengang kann mit einem angemessenen Arbeitsaufwand in der empfohlenen Zeit abgeschlossen werden.
  3. Die für ein Fach zentralen Lehrveranstaltungen werden von hauptamtlichen Professoren der Fakultät verantwortet. Die Verantwortung wird für Inhalt, Anforderungen und Organisation aktiv wahrgenommen.
  4. Die Zeiten zentraler Lehrveranstaltungen sind grundsätzlich konstant und werden durch nachvollziehbare Prioritäten festgelegt.
  5. Das Angebot an Wahlfächern ist für das Fach angemessen und gibt Orientierung in die vorhandenen Forschungseinrichtungen für die Abschlussarbeiten.
  6. Die Ausstattung, Organisation und Betreuung der Veranstaltungen entspricht dem didaktischen Anspruch.
  7. Inhaltlich aufeinander bezogene Lehrveranstaltungen werden von den Dozenten koordiniert.
  8. Voraussetzungen, Bedingungen und Struktur der Studien- und Prüfungsleistungen werden klar kommuniziert. Bewertungen erfolgen zeitnah, sachgerecht, sind transparent und folgen den Prinzipien der Gleichbehandlung.
  9. Für leistungsschwächere Studierende und auch für leistungsstärkere Studierende werden sinnvolle Maßnahmen zur Beratung und Unterstützung entwickelt.
  10. Internationale Studierende werden gezielt gefördert.
  11. Gezielte Weiterentwicklung der Lehre durch: Kontinuierliche Professionalisierung der Lehrenden, didaktisch innovative Lehr- und Lernformen, moderne und technische Infrastruktur zur Unterstützung der Lehre.
  12. Internationaler Austausch von Studierenden und eine sachgerechte Betreuung.
  13. Förderung benachteiligter Studierender auch unter Berücksichtigung der Studiendauer.

Ein Qualitätsmanagement muss innerhalb der Fakultät Mechanismen entwickeln um qualitativ hochwertige Lehre zu ermöglichen (z. B. Ressourcenverteilung) und Anreize zu Verbesserung von Lehre schaffen (z. B. Evaluation mit operationalisierbaren Ergebnissen). Über die Grenzen von Struktureinheiten der Fakultät hinweg muss das Qualitätsmanagement sicherstellen, dass Organe der Qualitätssicherung (Beratungseinrichtungen, Prüfungsämter, Beschwerdestellen etc.) effektiv und kongruent zusammenarbeiten. Das Qualitätsmanagement der Fakultät IV stützt sich institutionell auf das Dekanat, den Fakultätsrat als Entscheidungsgremium und eine Kommission für Qualitätsmanagement.