Critical Friends: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 30. Oktober 2018, 12:01 Uhr

Ein „critical friend“ ist im QMS der Universität Siegen eine vertrauenswürdige Person, die einerseits mit einer wohlwollenden Grundhaltung und andererseits durch die externe Perspektive und Expertise die Universität bei der Weiterentwicklung und Verbesserung unterstützen. Ein „critical friend“ darf und soll auch provozierende Fragen stellen. Wichtig ist aber immer, dass er hilfreiche Kritik anbietet. Ein „critical friend“ versteht einerseits den Kontext, in dem er agiert und hat andererseits ein Gespür für die handelnden Personen. Vertrauensbasis + Offenheit + aktives Hinterfragen = gemeinsam Problemlagen und Verbesserungsansätze diskutieren, um dadurch eine Weiterentwicklung anstoßen. Durch den „Blick von außen“ können akute Probleme, potenzielle Fallstricke und „blinde Flecken“ sichtbar gemacht werden. Diese Sichtweise lehnt sich an die Definition von Costa und Kallick (1993) an .

Im Netzwerk Quality Audit wie auch im European Quality Audit (EQA) befinden sich „critical friends“ in wechselnden Rollen wieder: Rat zu suchen oder Rat zu geben – jeweils abhängig vom Betrachtungsgegenstand und Thema.

Kritische Freundschaften…

…beginnen mit der Bildung von Vertrauen

Kritische Freunde und Freundinnen…

…müssen wohlwollend eingestellt sein

…müssen gut zuhören

…müssen die richtigen Fragen stellen …müssen sich die Zeit nehmen, die Thematik umfassend zu verstehen, um sie angemessen beleuchten zu können

…müssen beurteilen

…müssen ehrlich sein

…dürfen Kritik nicht scheuen, um die zu Beratenden und den Beratungsgegenstand weiterzuentwickeln

…müssen dem Gegenüber helfen zu wachsen und zu verstehen

…können im Unterschied zu „peers“ auch Personen aus anderen Hierarchieebenen sein

Literatur

  1. vgl. Costa, A.L. & Kallick, B. (1993). Through the lens of a critical friend. Educational Leadership, 51(2) 49-51. http://bit.ly/crit-friend: “A trusted person who asks provocative questions, provides data to be examined through another lens, and offers critique of a person’s work as a friend”
  1. vgl. Gutknecht -Gmeiner 2006.