Follow-Up

Aus QM-Handbuch
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Der Begriff "Follow-up" (von engl. „hoch-verfolgen“, sinngemäß jedoch nachfassen oder nachschauen) wird oft verwendet, wenn es um das nachträgliche Verifizieren und Überprüfen der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Qualitätsverbesserungen geht. Insbesondere nach einem PDCA-Zyklus sind Follow-up Maßnahmen ein wesentlicher Bestandteil des Qualitätsregelkreiszyklus. Beim Follow-up wird nach einer bestimmten festgelegten Zeit analysiert, ob sich die vorangegangenen Aussagen oder Verbesserungen bestätigt haben und ob somit zielführend die Neustrukturierung und einhergehend die Qualitätsverbesserung erfolgreich war. Im Wesentlichen können Follow-up Verfahren entweder ein implementiertes Verfahren, z.B. in Kombination mit dem PDCA-Zyklus, oder ein eigenständiges, unabhängiges und nachträgliches Verfahren mit zeitlicher Distanz sein.

Die Vorteile von Follow-up Verfahren liegen insbesondere in der praxisnahen und ganzheitlichen Betrachtung von Verbesserungsmaßnahmen. Sie können frühzeitig die Qualität des festgelegten Verfahrens oder Prozesses verbessern, da die Messbarkeit, Wirksamkeit und Effizienz der Verbesserungsmaßnahmen stärker in den Fokus rückt.

Speziell auf Hochschulen angewandt werden Follow-up Maßnahmen oft in Form weiterer nachträglicher Verfahren als ein weiterer Entwicklungsprozess als Reaktion auf die Gutachterempfehlungen eines Auditberichts durchgeführt. Dabei wird empfohlen, mit einem zeitlichen Abstand von ca. sechs Monaten bis einem Jahr nach einem Audit ein Follow-up durchzuführen. Hierbei soll festgestellt werden, inwieweit die Hochschule die Empfehlungen des Audits für die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements nutzen konnte um Schwachstellen zu verbessern und möglicherweise neue Prozesse und Strukturen zu etablieren. Daneben werden wie bereits dargestellt Follow-up Verfahren als ein wesentlicher Bestandteil von Qualitätsregelkreiszyklen verwendet.